Innovation? Aber ja! Nur anders, als du denkst!

Innovation? Aber ja! Nur anders, als du denkst!

Innovation? Aber ja! Nur anders als Du denkst!

 

Innovation, Disruption, Digitalisierung.

Wörter, die für Wandel stehen und Schlagworte, die meist nur noch Beklemmung auslösen.In einer leisen Panik wird in allen Branchen hektisch nach Erneuerung gesucht, wobei keiner eigentlich weiß, was da genau erneuert werden soll. Ok, das Ziel ist klar, es geht um gute Zahlen, möglichst bessere also vorher natürlich. Es geht darum, nicht ins Hintertreffen zu geraten, nicht unterzugehen im allgemeinen Wandel. Wie nutzen wir die anstehenden Veränderungen so, dass unsere Unternehmen gestärkt daraus hervor gehen?

Fakt ist – Erneuerungen und Veränderungen gibt es immer. Hat es immer gegeben. Warum macht uns also das ganze Innovationsgerede so viel Angst? Sollten wir inzwischen nicht so schlau oder bewusst genug sein, damit ein bisschen entspannter umzugehen?

Oder spüren wir tief in uns, dass wir uns da irgendwie doch selbst etwas vormachen? Vielleicht haben wir nach inzwischen sechstausend Jahren der dokumentierten Entwicklungsgeschichte langsam eine leise Ahnung davon, dass wir hier gegen die berühmte Wand rennen.

Wir können uns immer neu erfinden, immer höher, schneller, weiter, besser werden. Wir können uns immer noch mehr von uns selbst ablenken. Uns noch weiter verlieren in anderen künstlichen Realitäten und ähnlichen Spielereien.

Wir wissen es schon. All das wird uns am Ende nicht die Antworten bringen, die wir uns wirklich erhoffen.

Aber wir können die aktuelle Angst und Ungewissheit benutzen. Nämlich als Chance, die Antworten zu finden, die uns tatsächlich weiterbringen. Die Herausforderung dabei ist, wirklich hinzusehen, wirklich da zu bleiben, auch wenn die Wahrheit manchmal unschön und unbequem ist. Allerdings werden wir diese wirklichen Antworten nicht an der Oberfläche der Dinge finden.

Da müssen wir schon eine Ebene tiefer gehen. Oder anders gesagt, ein bisschen Abstand vom Ganzen nehmen.

Das Leben an sich verläuft nicht linear, sondern in Zyklen. Ist so. Wäre albern darüber zu streiten. Haben wir aber in unserem Alltag erfolgreich vergessen und verdrängt. Wir denken höchstens noch in Zyklen wie Quartalszahlen oder Einschaltquoten. Aber ich meine hier die wirklichen Zyklen wie Geburt, Wachstum und Vergänglichkeit.

Dass wir den Kontakt damit verloren haben, ist fatal.

Wir haben ja schon den Kontakt mit dem wichtigsten Zyklus überhaupt in unserem Leben verloren, dem Atmen. Wie oft atmest du denn wirklich mal bewusst ein oder aus? Und ist dir klar, dass es im Grunde nur einen einzigen Atemzug in deinem ganzen Leben gibt?

Diesen einen Atemzug, den du immer wieder stetig ein- und aus atmest? Nämlich den, den du erstmals bei deiner Geburt inhaliert hast. Damit bist du unterwegs. Überleg mal, nur mit diesem einen andauernden Atemzug.

Und wenn du dir das bewusst machst, wird dir vielleicht auch klar, dass du nur in einem einzigen Moment lebst. Nämlich in diesem jetzt, in dem du das hier liest. Vielen Dank dafür übrigens.

Wenn dir das zu abgefahren klingt, ist das ok.

Manche Menschen sind schon dafür bereit, dem Leben auf einer tieferen Ebene zu begegnen und andere nicht.

Und so viele Menschen es auf der Erde gibt, so viele verschiedene Wege gibt es auch, mit dem Leben umzugehen.

Wichtig wäre dabei nur, dass wir uns unseren jeweiligen Weg zugestehen, wie auch immer er aussehen mag.

Solange wir aber nicht bereit sind, diese Ebene tiefer zu gehen, werden wir uns immer getrennt fühlen von allem.

Ohne es zu wissen, werden wir weiter von der Angst getrieben, uns aufzulösen in der Veränderung und in der scheinbaren Bedeutungslosigkeit.

Wir haben Angst vor der Vergänglichkeit. Hängen an unserem kleinen Leben, an den Dingen und den Formen und sind uns nicht bewusst, dass wir Teil eines unendlich größeren Ganzen sind.

Wie sollten wir also kollektiv bewältigen, was wir als Einzelner schon nicht schaffen?

Die gute Nachricht ist, selbst wenn wir die Verbundenheit mit dem Leben vergessen haben, das Leben hat uns nicht vergessen.

Es ist immer da für uns, immer bereit. Mit jedem Atemzug und in jedem Moment. Wenn wir uns wirklich verändern wollen, dann müssen wir in die Tiefe gehen. Und Abstand nehmen. Von unseren Gedanken. Von dem, was wir glauben zu wissen. In diesem Bewusstsein werden wir die wirklichen Antworten finden.

Und das kann nicht verordnet werden. Das kann kein Unternehmen leisten. Aber vielleicht haben wir bereits in unserem Umfeld einen Vorgesetzten oder Kollegen, der schon bewusster mit dem Leben umgeht. Wir sollten die Augen und Ohren dafür offen halten. Denn die Veränderung hat schon begonnen. Sie findet anders statt, als von den meisten erwartet. Sie beginnt beim Einzelnen. Und damit von unten.

So, wie es bei einer wirklichen und tiefgründigen Veränderung auch sein muss.

 

Gabi Becker 3|2017

Die wahre Transformation

Die wahre Transformation

Die wahre Transformation kommt von innen!

 

Transformation, das heißt für jeden etwas anderes.

Die wirklich wahre Transformation kann nur im Inneren stattfinden. Und für jeden stellt sich das Bedürfnis danach anders dar. Manche nennen es Ankommen bei sich, den Sinn finden. Bewusst werden. In den leeren Raum gehen. Alles auf Null setzen. Nicht mehr das Gefühl zu haben, alles wie durch eine Milchglasscheibe zu sehen. Endlich wirklich teilhaben am Leben. Sich angenommen fühlen.

Ich selbst hatte immer das Gefühl, eigentlich ein glücklicher, positiver Mensch zu sein. Aber ich stand mir ganz oft selbst im Weg. War wütend, auf mich, auf das Leben, war am Hadern, schlecht drauf, sauer.

Und diese Blockaden habe ich hinter mir gelassen.

 

Jetzt bin ich genau da in meinem vollen Potential und mir aller meiner Möglichkeiten bewusst. Und das hat eine Kraft, die nicht zerstörbar ist. Weil sie von innen kommt. Weil sie durch mich durch geht, wie sie durch jeden hindurchfließt. Wie man die Kraft nennt, ist egal. Für mich ist es das reine Leben, pure Energie oder auch die Essenz oder das reine Potenzial.

Sie gehört mir nicht. Sie fließt durch mich hindurch, wie sie durch alles hindurchfließt und alles miteinander verbindet. Diese Kraft gibt Sicherheit, ein tieferes Wissen, ein Gefühl der Verbundenheit.

Sie gibt die Gewissheit, dass alles richtig ist, egal was passiert. Ein Urvertrauen.

Das ist die Transformation, von der ich rede. Die dich umhaut in ihrer Dimension. Die alles sprengt, wovon man gemeinhin so redet und wovon man bisher abhängig war – Befindlichkeiten, Bewertungen, Beurteilungen anderer und von sich selbst.

Zu guter Letzt ist es einfach die pure Lebensfreude. Zu wissen, das alles möglich ist.

 

Der Weg dorthin?

Ich war bereit, das Fürchten zu lernen. Und das habe ich auch. Ich habe mich bewusst meinen Ängsten gestellt, ihnen in die Augen gesehen und bin da geblieben. Und das war hart.

 

Ich hatte zum Glück Menschen an meiner Seite, die mir Halt gegeben haben und die mich gespiegelt haben.

Schmerz – ohne ihn geht es nicht. Loslassen. Aufhören, zu wollen. Einfach mal die Klappe halten.

Paradoxe akzeptieren. Bisher gelebte Glaubenssätze ins Gegenteil verkehren. Einverstanden damit sein, nichts zu wissen.

Eine Wahrheit lernen, die tief in uns allen liegt, wir haben sie nur vergessen. Wir alle haben Zugang dazu, nur leider den Schlüssel verlegt.

In diese Kraft zu gehen, das hat auch was von einem inneren Erwachsen werden. Das bedürftige innere Kind anzunehmen und ihm zu sagen, es ist ok, wir sind jetzt groß und können in unsere ureigene Kraft gehen und für uns selbst sorgen. Wir brauchen keine Abhängigkeiten mehr. Auch nicht in Beziehungen. Wir brauchen nichts und niemanden mehr auf die bisher gelebte und erfahrene Art und Weise – denn wir haben bereits alles.