Bewusst weghören

Bewusst weghören

Neulich, auf dem Spielplatz. Eine alte Bekannte, die ich lange nicht gesehen hatte, fing an von einer Frau zu erzählen, die sie völlig unmöglich findet. Da wurden wir von den Kindern unterbrochen.

Und als wieder Ruhe einkehrte, hatte ich mich dafür entschieden, nicht nachzufragen, was es denn nun mit dieser Frau auf sich hat, warum sie so schrecklich ist. Ich hatte mich dafür entschieden, bewusst wegzuhören.

Wir alle kennen diesen Sog, diese Neugier, die einen hineinzieht in das eigene Ego. Zu hören, wie schlecht es anderen gehen mag, was anderen Schlimmes passiert ist oder wie unzulänglich andere sind, damit stärken wir unbewusst sehr oft nur unser vermeintliches Selbstwertgefühl. Es ist nach solchen Geschichten süchtig und von ihnen abhängig.

Ich übe mich darin, diesen Sog zu erkennen und ihm nicht zu verfallen.

Denn mal ehrlich, dieses ganze Gerede über andere, was sie tun oder nicht tun, warum sie so schrecklich sind, was bringt das?

Es zementiert am Ende nur Vorurteile und Meinungen, die immer nur subjektiv sein können. Und damit bestärken wir nur die Realität, wie sie eben zur Zeit ist.

Wenn wir wirklich ernsthaft etwas ändern wollen in dieser Welt, müssen wir wachsam sein. Genau hingucken. Aufmerksam vor allem uns selbst beobachten, wie wir mit anderen umgehen, wie wir mit ihnen reden, wie wir über sie reden.

Wir entscheiden uns dafür, womit wir unsere Gedanken befeuern. Dazu gehören auch eben solche Gespräche über nicht Anwesende. Und aus einem größerem Abstand heraus betrachtet, wissen wir ja alle, dass es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt.

In Wahrheit müssen wir uns nicht mit anderen vergleichen und an anderen unseren eigenen Wert und unser individuelles Selbstgefühl festmachen.

Wir alle sind – , jeder einzelne von uns ist davon völlig unabhängig wertvoll.

Hab eine schöne Zeit!

XXO

Wünschst Du Dir endlich Klarheit und ein Leben, das Du liebst?

In meinem Seminar geht es um nichts anderes!

Wenn dich die Wut überkommt

Wenn dich die Wut überkommt

Und? Hand aufs Herz!

Wie gehst Du mit Menschen um, die in Deinen Augen etwas falsch gemacht haben?

Wirst Du laut? Cholerisch? Unverschämt? Herablassend?

 

Ich habe neulich bei der Arbeit eine Situation erlebt, in der genau das passiert ist.

Ein Kollege wurde sehr deutlich und schnauzte einen Mitarbeiter am Telefon so was von aggressiv an.

Ob er sich dessen wohl bewusst war? Mit Sicherheit nicht.

Ob er sich dabei besser gefühlt hat? Mit Sicherheit ja.

 

Ein bewußter Menschen hätte völlig anders reagiert.

Er hätte den Fehler des Kollegen nicht persönlich genommen. Er hätte ihn

ruhig darauf hingewiesen, dass er sich nicht an die Absprache gehalten hat. Und dass das ein Problem ist, mit möglichen Konsequenzen.

 

Hinter dem unbewussten Verhalten meines Kollegen stecken zweierlei Haltungen.

Zum einen, du darfst keine Fehler machen.

Zum anderen, ich bin mehr wert als du.

Und beide diese Glaubensätze sind nur dazu da, unser Ego zu stärken, also das Bild, das wir von uns selbst haben.

Das läuft ganz automatisch ab.

Die Idee und Vorstellung, die wir von uns haben, ein erfolgreicher, gutaussehender und bedeutender Mensch zu sein sucht sich permanent diese Bestätigung.

Und ein solcher Anlass, wenn ein anderer etwas offenbar falsch gemacht hat, ist da nur allzu willkommen.

 

Wir alle kennen diese Situationen, in denen wir echt sauer werden können. Wie z. B. im Restaurant: Die Kellner, die nicht kommen, das Essen, das schon kalt ist oder nicht schmeckt – die missverstandene und anders ausgeführte Bestellung. Oder die Schlange an der Kasse beim Einkaufen, weil die dumme Kuh da vorne ihr Kleingeld nicht findet.

 

Am Ende ist es tatsächlich egal, was uns da gerade sauer macht.

 

Wichtig ist, zunächst einmal zu erkennen und zu verstehen, was da unbewusst abläuft, nämlich dass man den Fehler eines anderen benutzt, um sich besser zu fühlen.

 

Die nächste Frage ist dann, wie man es schafft, in solchen Momenten aus dem Automatismus und aus der unbewussten Reaktion herauszukommen?

 

Denn wir alle wünschen uns ja, gelassen zu bleiben und nicht alles persönlich zu nehmen.

Es ist möglich, indem du inne hältst und für einen Augenblick auf die innerliche Pause – Taste drückst.

Dabei trittst du innerlich einen Schritt zurück und gehst in die Beobachterposition.

Du nimmst damit Abstand von deinen Gedanken. Von der Geschichte, die in deinem Kopf abläuft.

Was auch immer für Gefühle in Dir hochkommen, Wut, Frust, Verärgerung, Enttäuschung, Verletzung, egal.

Lass sie einfach sein, schau sie dir an, aber bewerte sie nicht. Verurteile auch dich nicht dafür, dass du diese Gedanken und Emotionen hast.

Du nimmst einfach nur wahr. Damit schenkst du dem Moment deine völlige Aufmerksamkeit und bist völlig präsent.

 

Indem du auch nur einen kleinen Moment völlig akzeptierst, was jetzt gerade ist, beginnt die Veränderung.

 

Das Gefühl der Spannung, der Druck lässt nach, du fühlst dich leichter und die Gedanken hören auf, soviel Macht über dich zu haben.

Vergiß nicht, es geht nicht darum, die ganze Situation und die ganze Geschichte, die damit zusammenhängt, zu akzeptieren. Es reicht völlig, nur den jetzigen Moment anzunehmen.

Am Anfang schaffst Du es vielleicht nur für einen kleinen Augenblick, diesen inneren Abstand herzustellen. Aber hab ein bisschen Geduld mit Dir, es lohnt sich unbedingt, das auszuprobieren.

Ich freu mich auf Deine Kommentare!

 

Hab eine schöne Woche!

Gabi

Bereit für ein neues Bewusstsein?

Dann mach mit bei meinem Seminar!

Erst sind die Frauen dran

Erst sind die Frauen dran

Erst wenn wir Frauen wirklich ganz in unsere eigene Stärke und Kraft gehen, können das auch die Männer tun!

Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns auf diesen Weg machen.

Wir Frauen haben uns verloren – in merkwürdigen Kämpfen der Selbstverwirklichung. Und ja, einige der Kämpfe waren wirklich wichtig und unumgänglich, Frauenwahlrecht, die Suffragetten, Emanzipation, freie Liebe, die Pille… Aber jetzt sind wir hier.

Wir sind hier und es ist alles da, was wir brauchen.

Wir Frauen im Westen sind so frei wie es nur geht. Wir haben alle Möglichkeiten. Und damit meine ich nicht, Bundeskanzlerin zu werden.

Ich meine, dass jede von uns in ihre ureigene Kraft gehen muss. Egal, wo sie steht. Ob Single, alleinerziehend oder in ihrer Beziehung.

Raus aus der Opferrolle. Raus aus dem Denken, ich bin benachteiligt.

Ich sage nicht, dass es leicht ist. Und es geht nur, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, kraftvoll zu sein und in die Verbindung und Stärke tief in uns zu gehen, die wir alle spüren, wenn wir nur ganz genau hinhören und fühlen.

Wir haben so unendlich viel Kraft. Lasst uns nicht von den üblichen Ängsten in die Schwäche ziehen.

Wenn wir nicht stark sind, haben die Männer völlig verloren. Sie trudeln haltlos vor sich hin – blind in ihrem Ego gefangen, sich festhaltend an intellektuellen Gerüsten und im materiellen Außen.

Ich meine nicht, dass die Männer schwach sind. Genauso, wie wir in unsere Stärke gehen müssen, werden es auch die Männer tun müssen. Und sie werden wunderbar darin sein. Sie werden uns kraftvolle und schützende, umsorgende Partner sein, so dass wir Frauen weich werden können, ohne in die Schwäche zu gehen.

Und es ist ein schmerzhafter Prozess. Aber ohne ihn wird es nicht gehen. Ohne diese Weiterentwicklung haben wir verloren.

Zuerst aber sind die Frauen dran. Erst wenn sie in ihrer Kraft sind, werden auch die Männer loslassen können. Weil sie nicht mehr halten müssen, was nicht echt ist. Und nichts mehr vermeintlich erreichen müssen, um vor uns zu bestehen. Weil sie uns dann nichts mehr beweisen müssen. Weil auch sie dann einfach nur sein können, wie sie sind. Wunderbar.

Lasst uns anfangen!